Stadtteilzentrum KroKuS und IGS Kronsberg laden ein zur Living Library
In den achten Klassen der IGS Kronsberg ist das Thema "Biografien" ein inhaltlicher Schwerpunkt des Deutschunterrichts. Bisher haben sich die SchülerInnen die passende Literatur in der Stadtbibliothek Am Kronsberg ausgeliehen. In diesem Jahr haben sie erstmals die Gelegenheit, unterschiedliche Lebenswege anhand "lebender Bücher" kennen zu lernen.
Bei dieser besonderen Art der Bibliothek leihen die NutzerInnen nicht Medien im üblichen Sinne aus, sondern kommen mit echten Menschen ins Gespräch, die sich als "InformationsträgerInnen" zur Verfügung stellen.
Unter dem Titel "Living Library" treffen am 17. Februar 2010 (Mittwoch) von 8.30 bis 12 Uhr alle achten Klassen der IGS Kronsberg mit rund 110 SchülerInnen im Stadtteilzentrum KroKuS, Thie 6, auf zehn bis zwölf "lebende Bücher" aus verschiedenen Bereichen.
Zugesagt haben bisher Bürgermeister und Jazz-Musiker Bernd Strauch, der Clown Thomas Moritz, die Modedesignerin Prof. Martina Glomb, der ZDF-Journalist Oliver Deuker, die Theaterregisseurin Prof. Nora Somaini, der "Asphalt"-Verkäufer Günther Stedtler und der ehemalige Neonazi und jetzige Mitarbeiter von Exit Gabriel Landgraf. Außerdem kommen Ulrike Struwe, Mitarbeiterin des ambulanten Hospizdienstes, Jens Grote, stellvertretender Leiter der JVA Sehnde, Waltraud von Quillfeld, eine Seniorin mit bewegter Vergangenheit und kämpferischem Geist und Alfred Falkenberg, Pressesprecher der Feuerwehr der Landeshauptstadt Hannover.
Jedes "lebende Buch" wird sich mit einer Gruppe von etwa zwölf SchülerInnen austauschen. Ein Gespräch wird circa 40 Minuten dauern, danach wechseln die Gruppen. Insgesamt sind drei Gesprächsrunden vorgesehen.
Die erste "Living Library" wurde im Jahr 2000 auf dem Musikfestival Roskilde in Dänemark von der dänischen Jugendinitiative "Stop the Violence" organisiert. Ziel des Projektes ist, Toleranz zu fördern und Vorurteile abzubauen, soziales Lernen zu ermöglichen, unterschiedliche Lebensläufe kennen zu lernen, Wissen lebendig zu vermitteln und zu zeigen, wie Krisen bewältigt werden können.
[PM LH Hannover, 12.02.2010]
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