Naturbad Hainholz: LINKE beklagt Politikerfilz
In der Debatte um die Betriebsführung des Naturbades Hainholz im Bezirksrat Nord hat der linke Ratsherr Oliver Förste den Fraktionsvorsitzenden Detlev Schmidt-Lamontaine (SPD) und Wolfgang Kalesse (CDU) Politikerfilz vorgeworfen. Die beiden Bezirksratspolitiker sind Gesellschafter einer Unternehmergesellschaft (UG), die nach den Wünschen der Verwaltung den Betrieb des Naturbades Hainholz für 10 Jahre übernehmen soll. „Ich finde, das ist ein Skandal“, sagt Oliver Förste. „Im Jahr 2004 hat die Stadt das Hainhölzer Bad dem traditionsreichen Verein Freie Schwimmer weggenommen, und jetzt wird es den eigenen Kommunalpolitikern zugeschanzt.“
DIE LINKE hat bisher den Aufbau einer Genossenschaft für den Betrieb des Naturbades durch aktive Mitarbeit unterstützt. Detlev Schmidt-Lamontaine in seiner Dreifach-Funktion als Vorstandsmitglied der Genossenschaft, Teil der UG und von der Stadt bezahlter Aufbauhelfer der Genossenschaft war aber anscheinend völlig überfordert, sodass die Genossenschaft immer noch nicht gegründet werden konnte.
Der linke Bezirksratsherr Fares Rahabi betont: „Natürlich muss das Bad für die Schwimmgäste geöffnet bleiben. Wir hätten uns allerdings gewünscht, dass die eigentlich für den Betrieb vorgesehene Genossenschaft funktioniert. Solange diese nicht beim Genossenschaftsverband eingetragen ist und ein belastbarer Geschäftsplan vorliegt, sehen wir die Stadt in der Pflicht, das Bad zu betreiben.“
Alle anderen Parteien im Bezirksrat Nord haben für die Übergabe des Naturbades an die Unternehmergesellschaft gestimmt.
[PM Die Linke. Ratsfraktion Hannover, 27.04.2010]
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