Erneuerung des Moorwaldweges beginnt heute
Wegen der Erneuerung des Moorwaldwegs ist diese rund 1,5 Kilometer lange Zufahrt zur Mülldeponie Hannover-Lahe von Freitagnachmittag, 09. Juli, 17 Uhr, bis Montagmorgen, 14. Juli, 6 Uhr, komplett gesperrt. Deshalb sind Deponie, Wertstoffhof und Müllverbrennungsanlage am kommenden Sonnabend, 10. Juli, geschlossen. Dieselbe Regelung gilt auch an den drei darauffolgenden Wochenenden:
- 16. bis 20 Juli
- 23. bis 26. Juli
- 30. Juli bis 02. August
Die Erneuerung der Straße kostet rund 1,2 Millionen Euro.
Aufgrund des erheblichen Lkw-Verkehrs befindet sich der Straßenzustand des Moorwaldweges seit Jahren in einem bautechnisch erneuerungsbedürftigen Zustand. Gerade durch die vergangenen beiden Frostperioden hat sich der Zustand deutlich verschlechtert. Weil der Moorwaldweg die einzige Zufahrt zur Deponie ist, wurde dies bei der Planung und bei der Auswahl des Bauverfahrens berücksichtigt. In Abstimmung mit dem Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) wurde vereinbart, dass die Zufahrt zur Deponie an vier aufeinander folgenden Wochenenden in den Sommerferien jeweils von Freitagnachmittag, 17 Uhr, bis Montagmorgen, 6 Uhr, gesperrt werden kann.
Bei der Ausführung kommt ein Kaltrecyclingverfahren zum Einsatz. Die Vorteile dieses neuen Prozesses sind neben den kurzen Bauzeiten und somit Vermeidung von langfristigen Sperrungen auch die Wiederverwendung des vorhandenen Fahrbahnaufbruchs und somit der Wegfall von Entsorgungs- und Deponiekosten. Bei dem sogenannten IN-SITU-Verfahren (an Ort und Stelle) wird durch ein Großgerät die Oberfläche in einer Aufbaudicke von 22 Zentimetern gefräst und granuliert. Danach wird das Gemenge unter Zugabe von bituminösen und hydraulischen Bindemitteln gemischt, um dann mit dem gleichen Gerät wieder eingebaut und verdichtet zu werden. Diese entstandene Oberfläche wird als Tragschicht genutzt, auf die weitere Asphaltschichten von insgesamt zehn bis zwölf Zentimeter Dicke aufgebracht werden.
Um bei hohem Verkehrsaufkommen Lastkraftwagen künftig geregelt auf das Gelände einfahren lassen zu können, wird vor der Zufahrt zur Deponie eine Lkw-Spur eingerichtet. Neben der Fahrbahn erhält auch der Geh- und Radweg, der für viele RadfahrerInnen eine beliebte Verbindung in das Naherholungsgebiet Altwarmbüchener See ist, einen neuen Belag. Wegen des extrem starken Schwerlastverkehrs und des Verzichts auf Randeinfassung der Fahrbahn ist der Wiedereinbau von Schutzplanken unumgänglich.
Die Straßenbauarbeiten können aus betrieblichen Gründen der Deponie nur an den genannten Wochenenden freitags ab 17 Uhr durchgeführt werden. An den Wochentagen zwischen den Bauphasen ist die Fahrbahn für den Verkehr passierbar. Für die Einsatzfahrzeuge der Rettungsdienste und der Feuerwehr ist eine Zufahrt über den Moorwaldweg, auch während der Bauzeit, sichergestellt. Die Zufahrt zum Altwarmbüchener See bleibt in der gesamten Bauzeit passierbar.
Detaillierter Bauablauf:
- 01. bis 09. Juli: Vorarbeiten
Herstellung des Radwegs, Erdarbeiten für Straßenverbreiterung im Bereich der Lkw- Standspur. In der Phase der Vorarbeiten wird der Verkehr auf dem Moorwaldweg mittels einer bedarfsabhängig gesteuerten Baustellenlichtsignalanlage geregelt. - 09. bis 11. Juli (erstes Sperr-Wochenende: Auffräsen der bestehenden Fahrbahn mit anschließender Verdichtung des Fräsguts zur provisorischen Herrichtung der Befahrbarkeit.
- 16. bis 11. Juli (zweites Sperr-Wochenende)
- 23. bis 25. Juli (drittes Sperr-Wochenende): Durchführung des IN SITU-Verfahrens zur Herstellung der Tragschicht durch Vermischung des Fräsgutes mit hydraulischen und bituminösen Bindemitteln sowie Einbau einer bituminösen Tragschicht unter Vollsperrung.
- 30. Juli bis 01. August (viertes Sperr-Wochenende): Aufbringen der Asphaltbinder- und Asphalttragschicht auf die Tragschicht.
- 02. bis 07. August: Restarbeiten
Schutzplanken, Markierung, Beschilderung etc. unter örtlicher Einengung.
[PM LH Hannover, 09.07.2010]
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