Die Konkurrenz zum 1- Euro-Job ist das Ehrenamt!
DIE LINKE. Basisorganisation Hannover/Region West lädt ein zur Veranstaltungsreihe "Rotes Sofa“ am 18.08.2010 von 20:00 - 22:00 Uhr, IGS Badenstedt, Eingang Woermannstraße. Zu Gast auf dem roten Sofa Heidrun Dittrich (MdB).
Mit der Umsetzung von Hartz IV sind die Jobcentren gezwungen, den erwerbslosen Bürgern eine Beschäftigungsmöglichkeit anzubieten. Diese wird in Form von 1- Eurojobs angeboten, um die Menschen angeblich zu fördern und sie an regelmäßige Arbeit zu gewöhnen.
Wo persönliche Vermittlungshemmnisse festgestellt werden, wird die Bürgerarbeit aufgezwungen, damit die erwerbslosen Menschen umsonst arbeiten.
Dies ist angesichts von 485 000 offenen Stellen und ca. 3 Mio. offiziellen Arbeitslosen und bis zu 8 Millionen Arbeitssuchenden zynisch. Nicht die Erwerbslosen sollten gefordert werden, sondern die privaten und öffentlichen Unternehmen, damit mehr tariflich bezahlte Vollzeitstellen angeboten werden können.
Arbeit ist genug da - nur bezahlen will sie keiner!
Die Verkürzung des Grundwehrdienstes und damit die Verkürzung des Zivildienstes haben es noch einmal deutlich gemacht:
Es herrscht Pflegenotstand in Deutschlands Alterers - und Pflegeheimen! Der Ersatzdienst wurde immer schon benutzt, um soziale Dienstleistungen billig aufrechtzuerhalten.
Beim Bundesamt für Zivildienst fordert die Linke die Bundesratsbeteiligung (nicht die Zustimmung) und die Linke empfiehlt Ablehnung der zusätzlich übertragenen Aufgaben und der Organisation der sozialen Dienst über ein Amt, das Zwangsdienste verwaltet hat.
Die Freiwilligen aller Generationen- bis 70 Jahre - sollen über ein neues Engagementfördergesetz oder Freiwilligendienstgesetz durch ausgeübten Druck über die Jobcenter oder Sozialämter zur Gratisarbeit gebracht werden.
Wie dies funktioniert und wie weit die Errichtung von Freiwilligenagenturen sowie Seniorenbüros bereits fortgeschritten ist, berichtet Heidrun Dittrich, MdB aus dem Wahlkreis Hannover, NdS. Heidrun Dittrich ist Mitglied im Familienausschuss des Deutschen Bundestages und Mitglied im Unterausschuss "Bürgerschaftliches Engagement". Dort wird die nationale Engagementstrategie vorbereitet, um die soziale Daseinsvorsorge des Staates mit unbezahlten Ehrenamtlichen zu regeln.
[PM Die Linke. Hannover-West, 10.08.2010]
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