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Bürgerinitiative gegen Schienenlärm Hannover West lädt zu einer offenen Diskussionsrunde ein

Für Mittwoch, 10.9.2014 um 19:30 Uhr im Kulturtreff Plantage in der Plantagenstraße 22, Hannover-Badenstedt lädt die Bürgerinitiative gegen Schienenlärm Hannover West zu einer offenen Diskussionsrunde ein.
Wir erwarten einige Vertreter der BI Transit Weserbergland, die uns ihre Aktivitäten und Standpunkte erläutern werden. Am 10.9.2014 sollten wir hauptsächlich darüber sprechen, ob wir uns dem Protest der BI Transit Weserbergland anschließen, also keine Reaktivierung eines zweiten Gleises einer heute durch eine Regionalbahn befahrenen eingleisigen Strecke. Reaktivierung würde bedeuten, schwerer Güterverkehr durch ein Naturschutzgebiet ohne Lärmschutz, angeblich um die Güterverkehrstrasse in und um Hannover zu entlasten.

Dieser Plan wird als Planfall33 aus dem Bundesschienenausbauplan2003 gehandelt und könnte schon in 2015 umgesetzt werden. Zusätzlich werden Ausbaumaßnahmen für Schienenwege unter Politikern diskutiert und beschlossen für den Bundesverkehrswegeplan2015, der vom Bundeskabinett im Dez. 2015 verabschiedet werden wird/soll.

Sich dem Protest der BI Transit Weserbergland anschließen, würde bedeuten, Planfall12, Ausbau der bestehenden Güterbahntrasse auf viergleisig zwischen Minden und Wunstorf, befürworten. Die Beseitung des Engpasses zwischen Minden und Wunstorf ermöglicht dann eine größere Auslastung der Güterbahnstrecke letztlich zwischen Rotterdam über Hannover bis Berlin, oder sogar Polen. Allerdings ist die Güterumgehungsbahn, an der wir wohnen, auch nach Informationen aus Kreisen der Deutschen Bahn so gut ausgelastet, dass sie kaum mehr Züge verkraften kann. Was wir auch Tag und Nacht hören können.

Deshalb kann man davon ausgehen, dass eine Mehrbelastung dieser "Nordstrecke" nach Beseitigung des Engpasses zwischen Minden und Wunstorf, auch einen Ausbau der Güterumgehungsbahn Hannover zur Folge haben kann bzw. muss. Das könnte in Sachen Lärmschutz zu einem Vorteil werden, denn Erweiterungen um zusätzliche Gleise, erzwingt auch die Anwendung aktuell gültiger Lärmschutzauflagen, z.B. dürfte dann der sog. Bahnbonus nicht mehr angewandt werden, die uralten Brücken müssten neuen weichen. Damit kann Planfall12 eigentlich nur teurer werden als Planfall33.

Es sieht so aus, als sollten aus Kostengründen, Natur und Mensch im Naturschutzgebiet Weserbergland geschädigt werden, wobei die Menschen an der Nordstrecke keinerlei Nutzen davon hätten, denn bei uns argumentiert die Deutsche Bahn, dass bei Bestandsstrecken keinerlei zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen ergriffen werden, da sie es nicht muss.

Ziehen wir zusammen an einem Strang um mehr Lärmschutz und trotzdem mehr Güter auf die Schiene?

Es wird auch darum gehen müssen, die Politiker aus unseren Wahlkreise dazu zu hören bzw. daraufhin anzusprechen. Eingeladen sind sie gerne!

(Pressemitteilung Kulturtreff Plantage und Bürgerinitiative gegen Schienenlärm Hannover West, Heidi Rhein, 01.09.2014)

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