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Aktuelle Informationen und Nachrichten aus Hannover · Montag, 26. Juni 2017

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Start der bundesweiten Wanderausstellung zu Berufsverboten und politischer Verfolgung

DGB und GRÜNE fordern zügige Rehabilitierung der Betroffenen
"Ich bin tief beeindruckt von der Ausstellung" und "total toll" - zwei von vielen zustimmenden Aussagen von Besucher/innen, die in den verdi-Höfen in Hannover bei der Eröffnung der bundesweiten Wanderausstellung "Vergessene" Geschichte: Berufsverbote - Politische Verfolgung in der Bundesrepublik Deutschland, getroffen wurden.

In der nach der Vorstellung der Ausstellung erfolgten Diskussion spielte insbesondere die Verschleppung des rot-grünen Landtagsantrages zu den Berufsverboten und zur Einrichtung einer Rehabilitierungskommission - der Antrag liegt seit über einem Jahr im Innenausschusss des Landtages unbehandelt vor - eine Rolle.
Die Landesvorsitzende der GRÜNEN, MdL Meta Janssen-Kucz, informierte, dass die CDU nicht bereit sei in der Kommission mitzuarbeiten und sich die FDP-Fraktion noch in der Diskussion befände. Die Politikerin befürwortete eine zügige Aufnahme der Arbeit der Rehabilitierungskommission und betonte, dass die Teilnahme aller Fraktionen nicht zwingend erforderlich sei. "Der `Radikalenerlass`ist zwar aufgehoben, das Gedankengut ist aber noch präsent!"

Die vom Berufsverbot betroffene Lehrerin Cornelia Booß-Ziegling erläutert die bundesweite Wanderausstellung

Die vom Berufsverbot betroffene Lehrerin Cornelia Booß-Ziegling erläutert die bundesweite Wanderausstellung

Lea Arnold vom DGB-Bezirk Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt forderte, dass die Kommission endlich mit der Arbeit beginnen solle. Wenn die CDU keine Lust habe, könne die Aufarbeitung und Rehabilitierung auch ohne sie erfolgen. Unerträglich sei die Tatsache, dass Gewerkschaftskollegen, die eine Demonstration angemeldet haben, ins Visier des Verfassungsschutzes geraten sind.

Nach 12-jähriger Betroffenheit erklärt Lehrer Matthias Wietzer die Folgen der Berufsverbote

Nach 12-jähriger Betroffenheit erklärt Lehrer Matthias Wietzer die Folgen der Berufsverbote

Die bundesweite Wanderausstellung wird bis zum 17. Dezember 2015 in den verdi-Höfen in Hannover (Goseriede 10, 1. Stock/Mo.-Do. 9-16 Uhr, Fr. 9-13 Uhr) gezeigt. Der Eintritt ist frei. Führungen durch die Ausstellung können angemeldet werden beim Bildungswerk verdi: Tel.: 0511/12400414. Begleitbroschüre mit Reproduktionen der 20 Ausstellungstafeln: ISBN 978-3-930726-25-7.

Konzept, Recherche und Texte der Ausstellung: Cornelia Booß-Ziegling (Hannover), Hubert Brieden (Neustadt), Rolf Günther (Hannover), Bernd Lowin (Dransfeld), Joachim Sohns (Oldenburg), Matthias Wietzer (Hannover)

Unterstützer der Ausstellung: DGB-Bezirk Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt; GEW Landesverband Niedersachsen; Bildungswerk ver.di; Bildungs- und Förderungswerk der GEW im DGB e.V.; Rosa Luxemburg Stiftung Niedersachsen e.V.

Am 24. Oktober findet im Veranstaltungszentrum Rotation, ver.di-Höfe (Goseriede 10) in der Zeit von 10 bis 17 Uhr ein bundesweites Treffen der vom Berufsverbot Betroffenen statt.

(Pressemitteilung Niedersächsische Initiative gegen Berufsverbote, Matthias Wietzer, Cornelia Booß-Ziegling, 15.10.2015)

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